Donnerstag, 13. September 2012

Excellence

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Das obige Zitat stammt von Aristoteles. Es stecken mehrere Aussagen darin, die sich vermutlich unterschiedlich lesen lassen. Für mich geht es darin vor allem darum, dass Exzellenz kein einmaliger Akt ist, sondern eine Gewohnheit. Offen bleibt dann allerdings noch die Frage, was Exzellenz eigentlich ist.

Wikipedia bezeichnet Exzellenz als herausragende Qualität bzw. als Können und Virtuosität. Für mich bedeutet es einfach, mein Bestes zu geben, und das nicht nur einmalig, sondern regelmäßig.

Heute nachmittag musste ich an ein Festival denken, auf dem ich dieses Jahr war. Die letzte Band hat gerade ihre letzte Zugabe gegeben und hat die Bühne verlassen. Die Rowdies kamen schon auf die Bühne und haben mit dem Abbauarbeiten angefangen. Aus den Lautsprechern drang wieder Musik, damit alle wissen: Das war's, heute gibt es keine Zugabe mehr.

Meine Leute und ich hatten den ganzen Tag über jede Menge Spaß gehabt. Wir steckten noch voller Energie und haben uns angeregt unterhalten und bewegten uns langsam in Richtung Ausgang. Wir bewegten uns sehr langsam in Richtung Ausgang, weil wir uns sehr angeregt unterhalten haben. Wir waren die letzten Leute vor dem Absperrband, mit dem die Security die Zuschauer vorsichtig vom Gelände drängte.

Und wir haben einige Leute gefunden, die auch jede Menge Spaß hatten und genauso wenig Lust hatten, jetzt schon das Gelände zu verlassen, nur weil keine Band mehr spielte. Wir standen da also herum, unterhielten uns und versuchten uns irgendwie so hinzustellen, dass sich jeder mit jedem unterhalten konnte. Irgendwann standen wir im Kreis.

Aber es blieb nicht beim Stehen. Dafür waren wir irgendwie zu energiegeladen. Wir fingen an, kleine Laola-Wellen im Kreis zu machen. Und weil das auch nicht gereicht hat, sprangen wir irgendwann auch hoch, wenn man an der Reihe war. Und irgendwann versuchte jeder höher zu springen als der oder die vorherige. Das Ganze ging bestimmt drei Runden durch. Die Security hat auch amüsiert geguckt und uns eine Weile gewähren lassen.

Wir haben diese Menschen nachher auf einer anderen Aktion wiedergetroffen. Da saßen wir zu zehnt bei einer Kreuzung auf dem Boden und haben rhythmisch Musik gemacht und getrommelt. Und es kamen Leute. Erst haben sie nur zugesehen. Dann haben sie mit gemacht. Es wurden immer mehr. Und wir haben damit angefangen :-)

Sein Bestes zu geben, heißt für mich nicht, dass ich alles ernst nehmen muss. Ich möchte tun, was ich für wichtig halte. Und ich möchte es nicht bereuen, irgendetwas nicht getan zu haben, weil ich mich nicht getraut habe. Manchmal scheitert man, manchmal macht man Fehler. Aber wichtig ist, dass man es versucht. Und dass man lernt. Und wenn man das regelmäßig macht, gibt es doch keinen Grund, nicht exzellent zu werden :-)

2 Kommentare:

  1. ...erinnert mich daran, dass wir mal wieder tanzen müssen...auf dass unsere Exzellenz sich entwickeln kann :-)

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