Mittwoch, 11. April 2012

Tag 1 - Und meine Gründe, auf zu hören

Vielen Dank für Eure Unterstützung. Ich weiß das echt zu schätzen :) Das tut richtig gut.

Heute war der erste Tag. Und mir geht es gut. Ich hatte schon ab und an das Gefühl: Hm, eine Zigarette wäre jetzt echt nicht verkehrt. Immerhin habe ich gestern noch geraucht und so schnell geht es wohl nicht. Aber ich habe es gelassen. Heute war ein zigaretten-freier Tag.

Zugegeben, ich war zwischendurch etwas mies gelaunt. Aber das muss ja nicht zwangsläufig mit dem Aufhören zu tun haben. Es gab zwischendurch auch Probleme bei der Konzentration. Aber nichts schlimmeres.

Apropos nicht schlimm: Birger hat mich in einem Kommentar zum letzten Post gefragt:

"Warum will man mit etwas aufhören, was eigentlich gar nicht schlimm ist?" - BirgerS

Zusammenhang ist, dass ich geschrieben habe, dass ich eine 23 Zigaretten in 2 Tagen rauche, und das auch eher leichte Zigaretten sind.

Wenn es danach klingt, als wollte ich damit sagen, das wäre nicht schlimm, dann ist das falsch rübergekommen. In meinen Augen ist das viel zu viel. Aber wenn meine Gründe aufzuhören nicht deutlich geworden sind im letzten Post, dann kann man das ja leicht korrigieren.

Warum möchte ich also aufhören? Was hat mich dazu bewogen? Was für Gründe gibt es für mich?

Es gibt mehrere Gründe, die für mich von Bedeutung sind, und nicht alle davon sind mir gleich wichtig. Aber es war wohl die Summe der Gründe, die mich schließlich zu der Entscheidung brachte, endgültig aufzuhören.

Kontrolle über mein eigenes Leben

Ganz einfach ausgedrückt: Ich möchte mich nicht von der Zigarette kontrollieren lassen. Es klingt komisch, immerhin hat so eine Zigarette keinen eigenen Willen. Aber es ist so, wie es ist. Nikotin macht süchtig. Und selbst wenn ich noch nicht abhängig sein sollte, gibt es keine Garantie, dass es so bleibt. Und sollte das passieren, wo ist dann die Kontrolle? Nicht mehr bei mir.

Und wer alleine kann das verhindern? Richtig, ich selber. Es ist mein Leben. Also rechtzeitig auf die Bremse treten, bevor es zu spät ist. Noch habe ich die Kontrolle.

Weil ich es kann!

Fragt man mich, warum ich etwas mache, dann ist "Weil ich es kann!" eine Antwort, die ich öfter gebe. Und auch diesmal kommt diese Antwort. Ich kann aufhören. Ich habe schon drei oder vier mal aufgehört. Ich schaffe es auch ein weiteres Mal. Ich darf nur nicht wieder damit anfangen. Aber diesmal, diesmal schaffe ich es. Ich habe neue Methoden, neue Ideen, mehr Unterstützung. Diesmal schaffe ich es endgültig. Warum? Weil ich es kann!

Ich zeig's euch!

Es gibt Leute in meinem Leben, die glauben mir nicht, dass ich aufhören kann. Und sowas kann ich ja mal gar nicht leiden. Alleine, um denen zu zeigen, dass sie sich irren, um denen zu zeigen, dass ich aufhören kann, wenn ich nur will... alleine das wäre schon ein Grund für mich.

Und ich habe keinen Bock auf deren "Ich habs ja gleich gesagt" Blicke, wenn ich's nicht schaffen sollte. Also verlieren ist diesmal keine Option.

Es gibt schöneres..

Ich habe ein Mädel kennengelernt. Sie ist Nicht-Raucherin. Die Zeit mit ihr ist echt schön, aber wenn ich rauchen möchte, muss ich auf den Balkon und sie bleibt drinnen. Ich kann mir schöneres vorstellen, was ich machen könnte, wenn ich nicht alleine auf dem Balkon stehen müsste. Die Zigarette stört mich. Also muss sie weg.

Wenn ich es kann, schaffst Du es auch!

Es gibt verschiedenste Gründe, warum Menschen mit dem Rauchen anfangen. Und es gibt verschiedenste Gründe, warum manche aufhören können und andere nicht. Ich bin überzeugt, dass jeder aufhören kann. Er muss nur seinen eigenen Weg finden. Es gibt bestimmt unzählige Wege, wie man aufhören kann. Und einen dieser Wege will ich hier zeigen.

Und alle zusammen...

Ich habe also mehrere Gründe. Einige davon sind auf den ersten Blick eher schwach. Aber das ist wohl Ansichtssache. Das sind alles Dinge, die mich in meinem Inneren bewegen und die zusammen mich zu der Entscheidung gebracht haben, mit dem Rauchen aufzuhören.

3 Kommentare:

  1. Glückwunsch zum ersten rauchfreien Tag :)
    Da fällt mir ein Zitat ein: "Mit Rauchen aufhören ist ganz einfach, hab ich schon 20 mal gemacht!" Das schwierigere ist, nicht wieder anzufangen ;)
    Die Zigarette hat Dich viele Jahre begleitet und wenn man von einen auf den anderen Tag aufhört, dann fehlt einem ein Stück aus seinem gewohnten Leben. Dieser Teil ist aber reine Gewohnheit! Man hält was in der Hand und saugt dran... das gehörte lange Zeit einfach dazu. Jetzt halt nicht mehr!
    Bei Dir wird jetzt der körperliche Entzug anfangen. Nikotinentzug fühlt sich zu 100% genau wie Hunger an! Das ist ganz wichtig zu wissen! Du wirst unglaublichen Hunger bekommen, aber weil das in Wirklichkeit Nikotinentzug ist, wirst Du so viel essen können wie Du willst: Du wirst nicht satt! Das ist der Grund, warum die meisten zu nehmen, wenn sie mit dem Rauchen aufhören. Halte Dir vor Augen daß das Hungergefühl nichts mit Essen zu tun hat, esse normal viel und ertrage das. Nach wenigen Tagen normalisiert sich das.

    Dein neuer Feind sind jetzt andere Raucher. Nicht weil sie Raucher sind, sondern weil sie neidisch sind. Bis jetzt warst Du ein Gleichgesinnter. Aber jetzt hast Du aufgehört. Bei anderen Rauchern kommt das nicht gut an. Die haben es wohl selbst mal versucht und sind wahrscheinlich dran gescheitert. Jetzt sehen sie Dich und müssen ansehen wie Du es schaffst... Die Raucher kommen sich dadurch schwach vor. Denn Du schaffst es, während sie es nicht geschafft haben. Sie werden (wenn auch unbewusst) versuchen Dich wieder zum Rauchen zu animieren! Achte mal drauf und Du wirst feststellen, daß ich damit recht habe ^^ Geh mal zu rauchenden Rauchern und sag daß Du vor ein paar Tagen mit dem Rauchen aufgehört hast und daß es Dir dabei super geht. Acht unbedingt auf ihre Gesichter XD Sie werden Dir wahrscheinlich Zigaretten anbieten oder Dich demotivieren wollen.

    Und werd bloß nicht zu einem militanten Nichtraucher! War ich anfangs zugegeben auch... Nach wenigen Wochen war ich quasi übern Berg und wollte alle Raucher zum aufhören bewegen... böser Fehler XD Lass die anderen rauchen, die müssen schon selbst drauf kommen.
    Inzwischen hab ich sowas von überhaupt gar keine Probleme mit Rauchern! Mich stören zugequalmte Kneipen nicht, in meinem Auto und in meiner/unserer Wohnung darf geraucht werden (Lena ist ja Raucherin)... Alles kein Problem! Ich halte sogar manchmal Zigaretten für andere, ab und zu hab ich mal dran gezogen... beim letzten mal musste ich so heftig husten, daß ich wusste, daß sich meine Lungen jetzt komplett davon entwöhnt haben.
    Bis zu dem Punkt hast Du aber noch ein paar Jahre ;)
    Aber Du bist ja auf dem besten Weg! Du bist jetzt Nichtraucher und es gibt für Dich keinen (WIRKLICH KEINEN!) Grund mehr zu rauchen! Falls Dir ein Grund einfallen sollte, warum Du rauchen solltest: Sag ihn mir!

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  2. Also ich sehe das ganze nicht soo schlimm. Das die anderen Raucher etwas abschätzig gucken, kommt vor. Ist aber auch nicht das erste Mal, dass ich aufhören will. Daher verstehe ich das sogar. Ich würd mich selbst auch nicht wirklich für voll nehmen dann.

    Militante Nichtraucher kann ich ja gar nicht leiden. ich hoffe, ich werde keiner von denen ;-)

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  3. Wenn die anderen Raucher damit rechnen (aus Erfahrung), daß Du eh wieder anfängst zu rauchen, dann sind die auch nicht so schlimm.

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