Gestern konnte ich nicht richtig schlafen. Irgendwann gegen 6 Uhr bin ich wieder aufgewacht. Aber anstatt mich wieder umzudrehen und erneut einzuschlafen, habe ich mich vor den Laptop gesetzt und habe in meinem Newsfeed gelesen. Dort kam ich auf einen Artikel in der Huffington Post. Und in diesem Artikel erfuhr ich dann von Iversity, einer freien Plattform für Massive Open Online Courses (MOOC), und vom Kurs "The Future of Storytelling". Kurz und knapp: Heute morgen habe ich mich da eingeschrieben, habe mir den Kurs angeschaut und nun habe ich Hausaufgaben auf.
Man bekommt anscheinend einmal pro Woche eine Hausaufgabe auf. Der Kurs hat erst diese Woche angefangen, daher gibt es auch erst mal nur eine Hausaufgabe. Und die lautet diesmal:
Please think about which story you have read, seen, listened to, played or experienced has impressed you most in your life. … Which story can you still very well remember? Write down both, the summary of this story (what you remember of the story, not what Wikipedia says.. :) and – on the other hand: – what made it so special to you that you can still remember it.
Wie es sich für einen Kurs übers Geschichten erzählen gehört, besteht also unsere Aufgabe darin, eine Geschichte zu erzählen. Und in dieser Geschichte geht es diesmal darum, welche Geschichte uns in unserem Leben am meisten beeindruckt hat und warum sie so besonders ist, dass wir uns immer noch an sie erinnern.
Ich musste lange überlegen, bis ich eine Geschichte gefunden habe, die mich tatsächlich beeindruckt hat. Ich mochte Serien, Buchreihen, Fantasiewelten und Universen, und nicht nur einfache Geschichten daraus. Dann habe ich mich ein wenig umgesehen, was die anderen geschrieben haben. Und dann ist mir doch eine Geschichte eingefallen.
Es geht um den Vorsitzenden eines Ordens, dessen Glauben darin besteht, dass das Universum nur existieren kann, wenn einer dessen Geschichte erzählt. Und so wechseln sich die Ordensbrüder darin ab, diese ewige Geschichte zu erzählen. Eines Tages erscheint dort aber der Teufel und lässt die Brüder verstummen. Die Welt existiert weiter. Dennoch bleibt der Vorsitzende bei seinem Glauben. Und er geht mit dem Teufel eine Wette ein, in der es darum geht, wer am Ende mehr Seelen auf seine Seite bekommt.
Am Anfang gewinnt der Vorsitzende noch leicht die Wette, aber mit jeder weiteren Wette und je weiter wir in der Zeit voranschreiten, desto schwieriger wird es für ihn, weil sich immer weniger Leute für Geschichten interessieren und immer mehr Leute den Versuchungen des Teufels erliegen.
Im Laufe des Films geht es dann darum, dass auch die Begleiter und die Tochter des Vorsitzenden in versucht werden, dass die Show, mit der die Geschichten erzählt werden, modernisiert wird und doch wieder Menschen ansprechen kann und dass eigentlich alle Beteiligten sich durch die Begegnung miteinander ändern und etwas lernen.
Der Film heißt "Das Imaginarium des Doctor Parnassus". Der Film hat so einiges, was ich mag und was mir persönlich wichtig ist. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die Geschichten und die Menschen, die diese Geschichten erzählen. Es geht um die Entwicklung, die Geschichten genauso durchmachen müssen wie Menschen. Es geht um die Entscheidungen, die wir in unserem Leben treffen und um die Konsequenzen, die daraus entstehen können.
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