Sonntag, 13. Oktober 2013

von Geburtstagen, Spacerittern, Schulungen und Meditationskonzerten

Wow, ist es echt fast zwei Wochen her, dass ich einen Blog-Eintrag geschrieben habe? Es kam mir gar nicht so lange vor. Es war einfach viel los gewesen in den letzten Tagen und ich war kaum zu Hause. Ich sollte mir meine Zeit anders einteilen, vielleicht komme ich dann öfter dazu, etwas zu schreiben.

Was ist in den letzten zwei Wochen passiert? Wo war ich überall? Unter anderem hatte eine sehr gute Freundin von mir Geburtstag gehabt. Wir haben mit einigen Leuten im PULP hineingefeiert. Am nächsten Tag hat sie dann auch eine private Geburtstagsfeier bei sich zu Hause gehabt und ich war mit ihr einkaufen dafür. Das war mein Geburtstagsgeschenk an sie, dass ich ihr bei den Vorbereitungen helfe.

Das Wochenende darauf war ich auf einer Art Mini-Convention, dem Spaceritter. Wir haben uns dort verschiedene Vorträge und Lesungen angehört, und die Auftritte einer befreundete Band (Little Dead Boy) besucht. Dort lief allerlei nerdiges Volk rum, Mittelalter-Lager gab es, Preußen aus dem 19. Jahrhundert, Schotten in Kilts, Mandorianer und Storm Trooper, Jedis und Vulkanier, und sogar zwei ausgewachsene Aliens. Und als ich auch noch den einen oder anderen Browncoat gesichtet hatte, war der kleine Nerd in mir nicht mehr zu stoppen ;)

Ich finde es toll, wenn Menschen ihre Leidenschaft ausleben können. Und ich find es noch toller, wenn sie anderen Leuten davon etwas mitgeben können. Es liefen viele Eltern mit ihren Kindern dort herum. Und wenn man dann diesen Glanz in den Augen der Eltern sieht, diese Begeisterung, und dazu die Offenheit der Kinder, dann freut sich mein kleines Herz.

Die Vorträge, die wir mitbekommen haben, wurden von Robert Vogel gehalten, einer über Doctor Who und einer über Steampunk. Vorgelesen hat uns Tom Daut aus seinem aktuellen Werk "Die Sinistra" und aus dem kommenden Nachfolger "Anno Salvatio". Aus "Die Krieger", an dem er auch mitgearbeitet hat. Er hat auch eine eigene Seite, nicht nur die Facebook-Seite. Aber irgendwie ist die gerade nicht verfügbar. Es gab auch noch mehr Vorträge und Lesungen, aber es war dort so viel los, dass wir nicht alles besuchen konnten.

Wir haben uns auch eine Band mit dem Namen Blutjungs angehört. Deutscher Punk, ziemlich skurril, aber lustig. Ich glaube, die sollte man nicht allzu ernst nehmen.

In der Woche war ich auf einer Schulung für Requirements Engineering hier in Düsseldorf. Am ersten Abend gab es auch eine Stadtrundfahrt dürch Düsseldorf, an der ich teilgenommen habe. Ich lebe schon seit zwei Jahren hier, aber wirklich viel wusste ich bisher nicht über diese Stadt. Nun weiß ich zumindest etwas mehr, unter anderem woher der Killepitsch seinen Namen hat. Ansonsten hieß es Abends tatsächlich lernen.

Am Donnerstag Nachmittag war dann die Prüfung zu der Schulung. Ich denke, die ist ganz gut verlaufen, auch wenn noch die eine oder andere Unsicherheit drin war. Ein anderer Teilnehmer meinte, es wäre die beschissenste Prüfung gewesen, die er je mitgemacht hat. Aber das kann auch daran liegen, dass wir dort unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Die Ergebnisse bekomme ich vermutlich Ende der Woche.
Am Abend habe ich mich dann auch erst mal erholen müssen, bin dann auch nicht weg gewesen.

Dafür ging ich am Freitag Abend wieder weg, und wieder ins TIC. Es war erstaunlich leer für einen Freitag, aber ich habe Leute wiedergetroffen, die ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen habe, und wurde in einigen Dingen aufgeklärt, die seitdem geschehen sind. Einige Bekannte sind tatsächlich sesshaft geworden, haben geheiratet und Kinder bekommen. Andere haben neue Berufe ergriffen oder waren nicht mehr in ihrer langjährige Beziehung. Wie schnell die Zeit vergeht..

Gestern war ich dann auf einem Konzert der anderen Art, weil eine Freundin von mir zu der Musik tanzt, klassischen indischen Tempeltanz. Wenn ich das richtig mitbekommen habe, ist das sogar süd-indischer Tempeltanz. Es war sehr beeindruckend. Es war ein kleines Konzert, nur ein Musiker und etwa 20 bis 30 Besucher. Und es war sehr meditativ. Wir haben auf dem Boden gesessen, Mantren gesungen, getanzt. Und verschiedene Leute aus dem Publikum hatten auch selbst etwas vorbereitet und es vorgetragen. Es gab Gedichte, Texte, Lieder und eine ältere Frau hat sogar getanzt. Und das fand ich wirklich beeindruckend. Wenn ich so alt bin wie sie, dann wäre ich echt froh, wenn ich noch genauso beweglich wäre.

Indischer Tempeltanz sieht übrigens sehr komplex aus und sehr formalisiert aus. Und dass schließt nicht nur Schrittfolgen und Körperhaltung ein. Sogar der Gesichtsausdruck während des Tanzens gehörte dazu. Und anscheinend erzählt der Tanz selbst eine Geschichte. Eine davon hat sie uns auch übersetzt und die jeweiligen Gesten dazu gezeigt.

Heute Abend geht es für mich nach langer, langer Zeit mal wieder in das Nord in Essen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal da war, aber anderthalb Jahre ist es bestimmt her, vielleicht sogar zwei. Ich bin gespannt, was sich alles geändert hat seit dem.

Ich hoffe, es wird jetzt keine zwei Wochen dauern, bis ich den nächsten Eintrag schreiben kann ;)

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